7.) Making it by Faking it

1.)   Wo/ Wie erfahren die Studierenden aus bildungsfernen Schichten soziale Ungleichheit in Eliteschulen?

2.)   Welche Strategien entwickeln Sie, um damit zurecht zu kommen?

 

1.)   Der Text von Robert Granfield, beschreibt die Situation von Studenten mit dem Backround aus dem Arbeitermilieu in einem elitären Akademiker Milieu. Dabei werden besonders die Probleme und die gewählten Lösungsstrategien der Studenten beleuchtet. Granfield beschreibt, dass diese Gruppe von Studenten bei der Aufnahme des Studiums meist stolz empfinden, angenommen worden zu sein und ihr Herkunft und etwas verändern zu wollen als Motivation für das gewählte Studium angeben. Dies ändert sich jedoch relativ schnell, da Sie aufgrund ihrer fehlenden Verfügung über kulturelles Kapital benachteiligt sind und sich selbst als „anders“ fühlen und schließlich auch definieren. So gaben Studenten an sich bloßgestellt oder unzureichend zu fühlen, wenn sie nicht über den elaborierten Wortschatz verfügen, wie ihre Kommilitonen. Ein anderer Faktor ist, die Voraussetzung von bestimmten Fähigkeiten aufgrund der Annahme der Schichthomogenität durch die Lehrenden. Dies stärkt die Auffassung der Unzulänglichkeit und zwingt die Studenten sich diese „Skills“ selbst anzueignen. Schlussendlich kann gesagt werden, dass Studenten mit Herkunft aus dem Arbeitermilieu in den untersuchten Fällen häufiger unter Leistungsdruck und Versagensängsten leiden. So gaben 62 % der befragten Studenten aus dem Arbeitermilieu gegenüber 32 % der Studenten aus einem besseren Herkunftsmilieu dies an. Nach und nach adaptieren die Studenten durch die andere Behandlung ihre Selbstwahrnehmung als „Anders“.


 

2.)   Nach den oben dargestellten erfahrenen Benachteiligungen stellt sich nun die Frage, wie die Studenten auf diese Situationen reagieren. Im Text werden anhand von Interviewaussagen verschiedene Strategien der Studenten aufgezeigt. Eine Möglichkeit besteht darin, sich beabsichtigt dem Stigma entsprechend zu verhalten. Dadurch stellen Sie ihre Besonderheit oder Marginalität heraus in dem Sie Eigenschaften wie Maskulinität oder Härte, dem „Blue- collar“ Milieu entsprechend besonders herausstellen. Beweggrund dafür kann auch sein, es trotz der eigenen Herkunft geschafft zu haben. Eine andere Möglichkeit stellt dar, die anderen Studenten mit höherem Herkunftsstatus zu imitieren, zum Beispiel lernen sie wie man sich in der Oberschicht verhält oder wie man sich angemessen kleidet. Diese Anpassung beruht unter anderem auf der Beobachtung der erwünschten Schichthomogenität z. B. Stellen Personen gerne solche Personen ein, die ihnen gleichen. Weitere negative Folge und auch Strategie kann sein, dass sich die entsprechende Gruppe von Studenten sich von den anderen Studenten separieren, um so bloß Stellungen oder die Angst etwas falsch zu machen zu minimieren. Hinzu kommt, dass sich Studenten manchmal schuldig fühlen, wenn Sie sozial Aufsteigen und dies als Verrat an ihrer Herkunft empfinden. Oder die Stellung, die sie annehmen, nicht mehr zu den eigentlich gesetzten Zielen passt, wie zum Beispiel Menschen zu helfen. Dann müssen andere Versprechungen oder Argumente gefunden werden wie z. B. Einsatz gegen soziale Ungleichheit in der Freizeit oder die Begründung, dass man Macht benötigt, um etwas bewegen zu können.



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