K) Catharina Zipfel

Ich habe als mein Thema den Schrebergarten gewählt:

Kleingärtenvereine sind Orte an denen spezielle Regeln gelten, welche in dem Rest der Gesellschaft nicht gelten. Sie sind somit auf eine Weise eine Parallelgesellschaft. Durch Zäune grenzen sie sich nach außen ab. Durch Zäune innerhalb des Vereins gibt es jedoch auch eine Abgrenzung zwischen den Kleingärtnern. So kommt es zu einer Art Nachbarschaftlichen Verhältnisses, welches jedoch auch wieder speziellen Ritualen unterliegt. Hecken müssen eine gewisse Höhe haben, der Garten muss ordentlich sein, Partys sind nicht gerne gesehen (wobei ein Teil dieser Regeln auch ungeschrieben ist). Teil der Gemeinschaft im Schrebergarten ist man nur, wenn man sich an diese Regeln hält. Sollte man gegen sie Verstoßen kann es sogar zu einem Rausschmiss kommen.

Schrebergärten haben somit sowohl eine symbolische Grenze nach außen( da die Mitglieder alle den selben Regeln unterliegen, innerhalb des Vereins jeder jeden kennt und auch grüßt und es so zu einem Gemeinschaftsgefühl kommt), aber auch symbolische Grenzen innerhalb( verschiedene Arten den eigenen Garten zu nutzen können als rein und unrein gesehen werden, so ist beispielsweise ein Garten der allen Vorschriften entspricht „rein“).

Eine zusätzliche symbolische Grenze nach außen bieten der demonstrative Müßiggang und der demonstrative Konsum, wie schon bei Veblen beschrieben. Nicht jede Person kann sich sowohl finanziell als auch zeitlich leisten einen Schrebergarten zu unterhalten.

Bei näherem Interesse an Kleingärten ist diese Doku zu empfehlen. Hier sieht man viele der existierenden symbolischen Grenzen in Sch(t)rebergärten und Unterhaltungsfaktor hat es auch.




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