K Frederik Martin

Das bereitgestellte Bild stellt eine sogenannte „gated community“ dar. Diese Nachbarschaften sind vor allem in US-amerikanischen Vororten zu finden. Gated Communitys stellen auf vielerlei Weise eine symbolische Grenze dar. Zum einen grenzen sie Mitglieder einer Gesellschaft auf Basis ihrer Einkommensklasse ab. Immobilien in einer gated community sind in der Regel wertvoller als Immobilien in offenen Nachbarschaften. Aufgrund des sozialstrukturellen Zusammenhangs von Bildung, Berufspositionen und Einkommen, grenzen die Zäune einer gated community die Mitglieder der Gesselschaft nach eben jenen Eigenschaften ab. Neben dem Zusammenhang von Bildung, Berufsposition und Einkommen, grenzen gated communitys auch Menschen auf Basis ihrer Ethnie ab. Aufgrund der historisch gewachsenen Ungleichheit von Europäern und Asiaten gegenüber Afrikanern und Südamerikanern, besteht eine Mehrheit der Bewohner von gated communitys aus Nachkommen von Europäern und in einem geringerem Ausmaß von Asiaten. Als tragisches Gegenstück der gated community können die sogenannten „projects“ verstanden werden. Bei diesen projects handelt es sich um sozial und räumlich abgegrenzte soziale Wohnprojekte, in welchen hauptsächlich Afrikaner und in einem geringerem Ausmaß Südamerikaner leben. Entgegen der gated community sind die Lebensbedingungen in den projects signifikant prekärer, während gleichzeitig der allgemeine Bildungs-,Berufs- und Einkommensstand signifikant geringer ist als in einer gated community, wodurch gleichzeitig die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten verringert und die allgemeine soziale Mobilität reduziert werden.



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