K Güliz Ilter

Zum Verdeutlichen einer symbolischen Grenze beziehe ich mich auf eine sichtbare Trennung zwischen dem Privaten und Öffentlichen. Grenzeinrichtungen wie der abgebildete Drahtzaun haben die Aufgabe ein Grundstück - hier vor allem den Garten - gegenüber Nachbargrundstücken, Wegen oder Straßen abzugrenzen. Schon der Gartenbegriff selbst, der aus dem Indogermanischen abgeleitet ist und „das umzäunte Gebiet“ bedeutet, verweist auf die Abgrenzung. Ob diese Grenzziehung hier durch eine Mauer, einen Zaun oder Anpflanzungen erfolgt, spielt im Allgemeinen keine Rolle für die symbolische Grenzziehung.

Sie sorgen alle entweder für die Unterbrechung von Handlungen wie zum Beispiel das Betreten von Gartenfremden oder ermöglichen diese. Wichtig ist hier, dass während der Zugang einer bestimmten Menschengruppe aufgehalten wird, der einer anderen Gruppe zugelassen wird. Der Zaun bezweckt die Trennung zwischen Innen und Außen und Privat und Öffentlich und vermittelt somit die Sicherheit des „Umzäunten“. Für die, die sich innerhalb der Grenze befinden, übernimmt der Zaun also eine andere Funktion als für die, die außerhalb stehen.

Oft finden die Grenzziehungen, wie auf dem Bild zu sehen ist, durch durchsichtige oder nur halbhohe Gartenzäune statt. Hier ist, trotz des Wunsches nach Abgrenzung und Sicherung, das Ermöglichen von Kommunikation und Interaktion zwischen Innen und Außen zu erkennen. Der Maß an Abgrenzung durch den Gartenzaun kann also hinsichtlich der Absicht der Grundstückbesitzer variieren, doch wird die Unterscheidung zwischen zwei Menschengruppen trotzdem weiterhin beibehalten.

 



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