K) Nadine Paul

Auf dem Bild ist ein Sceenshot zu sehen, welchen ich via Instagram von einem „DER“ Nachtclubs in Düsseldorf gemacht habe. Zu erkennen ist ein Kübel mit Eis und diversen (teuren) Getränken, darunter eine Handynummer fürs „VIP Booking“. Es ist ein Werbepost des Clubs, welcher animieren soll, sich mit seinen Freunden eine VIP-Lounge zu buchen. Natürlich kann man auch „einfach so“ in diesen Club gehen, jedoch bringt dieser VIP Bereich einige Vorteile. Sobald man dort einen Tisch reserviert hat, hat man einen festen Sitzplatz, eine gesonderte Tanzfläche, auf welcher sich nicht hunderte von Leuten tümmeln, muss nicht an der Bar bestellen, sondern wird bedient und ist näher am DJ, jedoch nicht direkt an den dröhnenden Boxen. Außerdem muss man nicht lange anstehen, um in den Club zu kommen, sondern geht durch einen gesonderten VIP-Eingang, man bekommt Häppchen serviert, Getränke werden mit auffälligen Wunderkerzen und großem Aufwand an den Tisch gebracht.

Der VIP Bereich ist auch oft durch eine Erhöhung gekennzeichnet, weswegen Gäste, die sich dort aufhalten, im wahrsten Sinne auf die anderen herabblicken. Das Übertreten der Grenze des gekennzeichneten VIP-Bereichs ist nur den Leuten mit diesem besonderen Ticket möglich.

Hier ist sehr deutlich eine 2 Klassen Gesellschaft zu erkennen, welche auch exakt so vom Clubbetreiber gewollt und inszeniert ist. Die symbolische Grenze zwischen "VIP" und "Normalo", bzw. (wenn man so will) zwischen arm und reich ist hier also, sowohl räumlich zu erkennen und auch im Rahmen des Services zu spüren.

Menschen buchen sich eine solch teure VIP-Lounge, um ein besonderes exklusives Cluberlebnis genießen zu können und (wahrscheinlich) auch des Prestiges wegen. Wobei hier natürlich jeder für sich selbst entscheiden muss, ob man sich darauf etwas einbilden kann und sollte oder nicht. 



Join linkr for free today!

linkr is easy to use and will make your teaching more interactive