K) Paula Gamer

Auf dem Foto sieht man einen Raucherbereich am Mannheimer Hauptbahnhof. Mit einer dicken gelben Linie ist der Bereich deutlich von dem restlichen Bahnstieg abgetrennt. Diese gelbe Linie stellt eine sichtbare symbolische Grenzziehung zwischen Rauchenden und Nicht-Rauchenden dar. Diese Abgrenzung wird dadurch verstärkt, dass in vielen Bahnhöfen die Raucherbereiche in Richtung Bahnstiegs- Ende verlagert werden. Durch diese Grenzziehung werden rauchende Personen ausgeschlossen, da sie, wenn sie eine Zigarette rauchen möchten, erstmal bis ans Ende des Bahnsteigs laufen müssen. In diesem Bereich halten sich dann wiederum nur andere Raucher auf, und so entsteht eine räumliche Abgrenzung der rauchenden von den nicht-rauchenden Personen. Der Grund für diese Abgrenzung liegt einerseits an dem Geruch, den viele Menschen als unangenehm und störend empfinden, andererseits spielen hier aber vor allem die gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens eine große Rolle. Allgemein ist es in unserer heutigen Gesellschaft weniger akzeptiert zu rauchen, als es nicht zu tun. Durch diese Abschottung der Raucherbereiche wird den Rauchern ihr gesundheitsabträgliches Verhalten klar vor Augen geführt und vermittelt, dass sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Umfeld Schaden zufügen. Verstärkt wird das dadurch, dass die rauchende Person in dem gelben Raucher- Viereck der deutschen Bahn regelrecht zur Schau gestellt werden und durch die Markierung wird direkt sichtbar, dass man irgendwie nicht zu den anderen gehört. Das Übertreten der Grenze ist während des Rauchens nicht erlaubt. Bei Nicht- Einhaltung kann eine rauchende Person damit rechnen verachtende Blicke vom nicht-rauchenden Umfeld zu kassieren, und im schlimmsten Fall muss ein Bußgeld von 15 Euro gezahlt werden.



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