Woche 3: Hochschule und soziale Ungleichheiten (Kapitel 1)

Hochschule und soziale Ungleichheiten


Welche Phänomene der sozialen Ungleichheit im Hochschulmilieu werden im Text angesprochen und erklärt?

Zu Beginn des Textes wir schon sehr deutlich, dass es sich um die sozialen Ungleichheiten im Hochschulmilieu handelt. Zu aller erst wird der Fakt erwähnt, dass es im Hochschulbereich nur 6% Arbeiterkinder gibt (Vgl. S.11). Diese Aussage macht schon sehr deutlich, dass soziale Ungleichheiten auch im Bereich der Institution Hochschule ein großes Problem darstellen. Es existiert laut dem Text eine „ursprüngliche Ungleichheit der Bildungschancen […]“ (S.11), denn die unterschiedlichen sozialen Schichten sind hier sehr unterschiedlich und ungleich vertreten.

Vor allem das die soziale Herkunft spielt laut dem Text eine sehr große Rolle (Vgl. S.11). Ein weiterer wichtiger Punkt ist somit die Tatsache, dass Bildungschancen sehr objektiv sind und somit, wie oben schon erwähnt, die Anzahl der Jugendlichen von Landarbeitern auf einer Hochschule um einiges geringer ist als die Anzahl von Jugendlichen, deren Eltern Freiberufler sind.

Im weiteren Verlauf des Textes wird das soziale Geschlecht erwähnt. Ob eine Person männlich oder weiblich ist spielt laut dem Text in Bezug auf die Bildungschancen keine Rolle. Eine leichte Benachteiligung von Frauen zeigt sich jedoch in den unteren Schichten (Vgl. S.12).

Die Ungleichheiten der Bildungschancen zeigt sich jedoch auch in der „Einschränkung der Studienwahl“ (S.13). Diese entstehen vor allem durch die traditionellen Modelle der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern. Demnach studieren Frauen eher geisteswissenschaftliche Fächer und Männer eher Naturwissenschaftliche (Vgl. S.13). Außerdem haben allgemein Jugendliche aus der unteren Schicht eine eingeschränktere Perspektive zur Studienwahl.

Auch kulturelle Faktoren können laut dem Text eine Ungleichheit auf der Hochschule darstellen (Vgl. S.29). Jugendliche aus höheren Schichten haben z.B. eher die Möglichkeit Theater oder Museumbesuche zu genießen, welche ihnen in der Hochschule von Vorteil sein können, da sie dadurch kulturelles Verhalten erlernen. Dabei erwähnt der Text, dass die reine Schulbildung somit im Hochschulleben nicht ausreicht, sondern auch die Allgemeinbildung sehr bedeutend ist (Vgl. S.31)

Was unterscheidet das Studium einer Person, die aus der gehobenen Schicht kommt vom Studium jener, die der Mittel- oder Arbeiterschickt entspringen?

Schon allein beim Zugang in eine Universität haben die Jugendlichen aus den unterschiedlichen Schichten ungleiche Chancen. Diese Aussage wird im Text zusätzlich mit Zahlen untermauert: Während nur 1% der Kinder von Landarbeitern die Chance für einen Zugang in die Universität haben, haben 70% der Kinder von Unternehmen und 80% der Kinder von Freiberuflern, das Glück an einer Universität zu studieren (Vgl. S.11).

Der Sohn eines Angestellten hat beispielsweise 80mal höhere Chancen an einer Universität zu studieren als der Sohn eines Landarbeiters (Vgl. S.12)

Nicht nur der Zugang mach es jedoch den Kindern von Landarbeitern schwer zu studieren, sondern auch das „Abdrängen von Kindern aus unteren oder den Mittelschichten in gewisse Fachrichtungen und Verzögerungen oder Stagnationsphasen während des Studiums“ (S.11). Dies bedeutet, dass Kinder von Landarbeitern z.B. eher in die weniger hohen Studiengänge kommen als der Rest der Jugendlichen.

Auch die finanziellen Mittel spielen eine große Rolle. Jugendliche aus der gehobenen Schicht haben mehr finanzielle Möglichkeiten, was z.B. die Wohnung angeht und können somit an der Universität ihrer Wahl studieren. Diese Möglichkeit haben Jugendliche aus der unteren Schicht nicht und somit sind sie sehr stark eingeschränkt (Vgl. S.24).



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