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Um den Begriff der Kultur, welcher lange in den Sozialwissenschaften als uneindeutig und diffus galt, zu definieren kann auf den Gegensatz zur Zivilisation verwiesen werden. Insbesondere seit den Leistungen Immanuel Kants werden die Begriffe der Kultur und Zivilisation gegenübergestellt und nicht mehr als Synonyme verwendet. In England und Frankreich beschreibt die Zivilisation verschiedene Phänomene einer Gesellschaft, wie beispielsweise die Art des Wohnens oder die Entwicklung der Technik und Wissenschaft. Diese verschiedenen Bereiche werden, mit denen von einfachen Gesellschaften oder früheren Entwicklungsstufen der Gesellschaft in Bezug gesetzt. In anderen Ländern wie Deutschland wird der Begriff der Zivilisation allerdings nicht zur Beschreibung des Entwicklungsstandes einer Gesellschaft genutzt, sondern er dient als „Außenseite des menschlichen Daseins (Schroer 2010: 201). Kultur auf der anderen Seite betont den inneren Prozess des Menschen zur Moralität. In Deutschland werden hierbei auf geistige, künstlerische und religiöse Faktoren Bezug genommen, während in Frankreich und England politische, wirtschaftliche, technische, moralische, religiöse oder gesellschaftliche Faktoren im Vordergrund stehen. Anhand des Begriffspaars Kultur-Zivilisation kann gezeigt werden, dass sich Kultur fundamental von Zivilisation unterscheidet, da Kultur Unterschiede und Eigenarten innerhalb Nationen oder Gruppen betont. Zivilisation als antagonistischer Begriff verweist auf Gemeinsamkeiten und lässt Unterschiede zwischen Völker zurücktreten.




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