Die Autorin meint mit dem Dualcharakter einer Grenze, dass Grenzen zum einen von Menschen gezogen worden sind aber auch, dass nachdem sie gezogen wurden, das soziale Handeln sich an ihr orientiert. Die Autorin schreibt, dass Grenzen "als Produkt und auch als Produzent sozialer Ordnung" (S. 59) gesehen werden können. Am Beispiel der deutschen Grenze ist dies leicht erkennbar. Die heutige Grenze die Deutschland von seiner Nachbarländer trennt ist Produkt mehrerer politischen Interaktionen: zum Beispiel Kriege, Revolutionen, Aufstände, Verträge, Wahlen etc. Doch nachdem sie gezogen worden ist…