Monika Eigmüller spricht in ihrem Text von einem Dualcharakter von territorialen Grenzen. Sie meint damit, dass Grenzen sowohl ein Ergebnis von historischen und politischen Ereignissen, als auch Produzent einer eigenen sozialen Ordnung sind. Territoriale Grenzen, die wir als Linien zwischen Ländern auf Landkarten kennen, werden symbolisch, weil sich die Bürger*innen über die Zugehörigkeit zu ihrem Land definieren, denn innerhalb der Grenze entsteht ein Gefühl der Zugehörigkeit und so eine soziale Ordnung. Grenzen wirken also nach außen trennend, aber gleichzeitig nach innen hin auch…