Mit dem Dualcharakter einer Grenze meint Eigmüller die Gleichzeitigkeit einer Grenze als Produkt und Produzent einer sozialen Ordnung. Grenzen sind einerseits Produkt sozialer Ordnungen, indem sie durch politische Entscheidungen und das Handeln der Akteure etabliert und aufrechtgehalten werden. Sie formen sich entlang und zwischen Beziehungsgeflechten und sind vor allem von ihrer Akzeptanz und Durchsetzung durch die Akteure abhängig. Andererseits wirkt die Grenze, sofern sie einmal etabliert ist, als soziale Realität auf die Gesellschaft zurück. Außerhalb und Innerhalb der Grenze bilden sich…