Weber begründet seinen Ansatz einer Klassentheorie zur Erklärung sozialer Ungleichheit mit unterschiedlicher Machtverteilung in verschiedenen Gemeinschaften. Macht ist dabei nicht gleich ökonomische Macht, sondern beschreibt die Chance einer oder mehrerer Mitglieder einer Gemeinschaft sein eigenes Vorhaben trotz Widerstand innerhalb der Gemeinschaft durchsetzen zu können. Das erstrebte Ziel der eigenen Macht ist häufig mit dem Streben nach „sozialer Ehre“ verknüpft. Macht ist dabei nicht nur Grundlage für soziale Ehre, sondern umgekehrt kann soziale Ehre zu Macht führen.