Der klassische Kulturbegriff , der im 20. Jahrhundert von Ethnologen begründet wurde, sehe Kultur als „eine unverwechselbare Einheit, ein historisch dauerhaftes und integriertes Ganzes“ (Wimmer 2006, S. 402), die „alle Aspekte der Lebensweise einer Gruppe von Menschen“ (ebd.) umfasse, die keine Familie im biologischen Sinne darstellten. Aus diesen einzelnen Aspekten würde durch Werte und Normen ein einheitliches Gebilde geformt, welches historisch wächst und jeder einzelnen Kultur eigen sei. Diese Auffassung stößt jedoch aus verschiedenen Gründen auf Kritik. Einerseits wird auf politischer…