Erlösungsnarrative als Schutz vor der (eigenen) Vulnerabilität?

Am 28. April 2021 ermordete eine Betreuerin vier der Bewohner*innen des Potsdamer Oberlinhauses: Martina W., Christian S., Lucille H. und Andreas K. Elke T. überlebte den Angriff schwer verletzt (taz 2022: o.S.). Kurz darauf spekulierte der Potsdamer Polizeipsychologe im RBB über mögliche Mordmotive und nannte dabei drei für ihn scheinbar plausible Gründe: Konflikte zwischen Täterin und Opfern; dramatische Überforderung der Täterin und „eine Motivation, die Leute zu erlösen, von Leiden, die vielleicht sogar unheilbar sind“ (Stokowski 2021: o.S.; Originalbeitrag des RBB liegt aktuell nicht…