In seinem Essay „Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme“ aus dem Jahre 1987, legt Clifford Geertz seinen Kulturbegriff dar und weist währenddessen zu Beginn darauf hin, dass der Kulturbegriff einem steten Wandel unterliegt. Geertz geht von einem ethnologischen Kulturbegriff aus, da sich um den Kulturbegriff herum erst das Fach Ethnologie gebildet habe. Traditionell untersucht die Ethnologie sogenannte Stammesgesellschaften, darum geht es auch Geertz. Für Geertz sind "Kulturen" "Bedeutungsgeflechte", in die jedes Mitglied der jeweiligen Gesellschaft eingebunden…