L Frederik Martin

In seinem 2010 erschienen Text „Doing gender. Soziale Praktiken der Geschlechtsunterscheidung“ zeigt die Autorin Regine Gildemeister die vielfältigen Mechanismen auf, durch welche die Vorstellung von „geschlechtsentsprechendem“ Verhalten konstruiert und reproduziert werden. Dabei betont die Autorin die Wichtigkeit interaktionstheoretischer Ansätze, um die intersubjektive Dimension zu greifen, auf welcher Geschlechtsnormen etabliert und weitergegeben werden. Als Geschlecht wird nach diesem Ansatz die Erwartungshaltung der Gesellschaft an Angehörige einer spezifischen Kategorie verstanden. Es…