Regine Gildemeister setzt sich in ihrem Text mit dem Konzept „doing gender“ auseinander, welches der interaktionstheoretischen Soziologie entstammt und ein Synonym für die soziale Konstruktion von Geschlecht ist. Das Konzept zielt darauf ab, dass die Geschlechtszugehörigkeit eines Individuums nicht mehr als Eigenschaft oder Merkmal dessen, sondern als Produkt eines sozialen Prozesses betrachtet wird, in welchem das Geschlecht als sozial folgenreiche Unterscheidung hervorgebracht und reproduziert wird.