Wenn Max Weber beispielsweise davon spricht, dass Angst und Verheißung die zentralen Antriebskräfte menschlichen Handelns sind und die Mehrheit der Soziolog*innen diese Annahme unterstützt - müsste sie dann nicht auch offenlegen, auf welcher methodischen Grundlage sie dies tut? Sonst haben doch u.a. gerade die Positivisten ein leichtes Spiel, diese Art der Sozialwissenschaft als "unwissenschaftlich" zu diskreditieren. Oder gibt es, unbewusst, doch etwas wie einen Glauben an "transcendent knowledge"? Und wie gehen SoziologInnen mit dem Dilemma der Zeitknappheit um? Auch im Wissenschaftssystem…